Auf Schatzsuche in der Natur

Wenn ich meine Kinder in der Natur beobachte, fühle ich mich manchmal selbst zurückversetzt in meine Kindheit. So viele kleine Dinge werden zu besonderen Gegenständen, Abfall zu kreativen Möglichkeiten und Schätze gibt es überall zu finden. Die Neuerscheinung Große und kleine Schätze der Natur von Ben Hoare und Kaley McKean nimmt uns mit auf eine Schatzsuche in der Natur. Die inspirierenden Illustrationen und Geschichten haben die Kinder und mich sofort begeistert und wir konnten es kaum erwarten, auf Entdeckungstour zu gehen.

Große und kleine Schätze der Natur, Buchcover
Große und kleine Schätze der Natur, Buchcover © DK-Verlag

Schatzsuche für Kinder und Eltern

Aber zuerst mal zu ein paar Fakten zu dem Buch. Es werden insgesamt über 100 verschiedene Schätze dargestellt, meist auf einer Doppelseite oder, je nach Thema, auch mal mehr. Die Schätze, die man in der Natur finden kann, gehen von Insektenflügeln, Muscheln und Kastanien über über Herbstblätter und Fossilien bis zu Edelsteinen und Diamanten. Zu jedem Thema werden dabei verschiedene Informationen dargestellt: Wo kann man die Schätze am besten finden, was ist der Hintergrund und was macht sie zu etwas Besonderem. Alle Informationen werden auch in den Bildern gezeigt, so dass es Spaß macht, in dem Buch zu schmökern.

Ganz egal, wo wir sind und wohin wir schauen, überall gibt es Schätze der Natur zu entdecken.

Ben Hoare
Über 100 Fundstücke aus der Natur, eine Schatzsuche für Kinder und Erwachsene, Buchcover © DK-Verlag

Das Buch ist aufgeteilt in vier Abschnitte. Es geht los mit dem Kapitel über Tiere. Darin finden sich zum Beispiel Vogeleier, Tierskelette oder Alpakawolle. Weiter geht es mit Schätzen von Pflanzen, Algen und Pilzen. Der nächste Abschnitt enthält die spannende Welt der Minerale. Einen Diamanten werden wir wahrscheinlich nicht finden, aber verschiedene vulkanische Gesteine oder Feuersteine bestimmt. Im letzten Teil werden natürliche Gebilde, wie Vogelnester oder Bienenwaben, beschrieben. Aber jetzt heißt es, Sachen packen und raus in die Natur gehen.

Schätze der Natur entdecken – ein ungeplanter Fund

An einem Frühlingstag im März, der uns mit viel Sonne verwöhnte, wurde es dann ernst und wir wollten endlich mit dem Buch auf Schatzsuche gehen. Wir haben ein kleines Gartenhaus in einem Dorf im Taunus. Im Sommer sind wir an den Wochenenden dort regelmäßig. Im zeitigen Frühling nutzen wir die schönen Tage, um den Garten etwas auf Vordermann zu bringen nach der Winterpause. Und die Geschichte, die wir dort bei der Suche nach Schätzen erlebt haben, war außergewöhnlich und passte doch sehr gut zu dem Buch.

Ich schloss die Tür zu unserem Häuschen auf und direkt vor mir auf dem Boden lag eine Hummel, die sich scheinbar ins Haus verirrt hatte und nicht mehr nach draußen kam. Vorsichtig stupste ich sie an, aber es gab keinerlei Bewegung. Mit den Worten “Schaut mal Kinder, ich habe schon einen ersten Schatz gefunden”, brachte ich meine Entdeckung zu den Kindern, die gerade auf unseren Apfelbaum kletterten. Meine Tochter nahm die Hummel mutig auf ihre Handfläche.

Plötzlich zuckte eines der Hummelbeine. Vor Schreck ließ sie die kleine Hummel fallen und ich erklärte ihr, dass es bestimmt nur eine Muskelzuckung war. Aber nach und nach bewegten sich immer mehr Beine der Hummel, die durch die Sonne neue Kraft zu bekommen schien. Wir gaben ihr einen kleinen Tropfen Wasser und setzten sie auf eine der Frühlingsblumen in die Sonne. Dort wurde sie immer lebendiger. Wir ließen ihr ein bisschen Ruhe zur Erholung erholen und schauten hin und wieder nach ihr. Irgendwann war sie verschwunden und weit und breit war nichts mehr von der Hummel zu sehen. Wo sie ist, wissen wir leider nicht. Wir stellen uns aber vor, dass sie wieder fröhlich durch die Luft fliegt und sich an den Frühlingsblumen freut.

Fazit der Schatzsuche

Einen Meteorit haben wir noch nicht gefunden bei unserer Schatzsuche.
Einen Meteorit haben wir noch nicht gefunden, © DK-Verlag

Unsere Suche lief nicht, wie wir es geplant hatten. Von mutigen Schatzsuchern wurden wir zu Hummelrettern. Das machte den Tag nicht weniger spannend. Im Gegenteil, wir freuten uns mit der Hummel und konnten in dem Buch einiges über die Flüge von Insekten erfahren. Diese sind dort nämlich auch als Schätze der Natur beschrieben. Auch sonst finde ich es großartig, wie die Darstellungen der Gegenstände in dem Buch auch mir wieder einen neuen, kindlichen Blick auf die Schätze geben konnten und ich mich damit gut in meine Kinder hineinversetzen konnte. Was man in der Natur entdeckt, ist nicht immer so einfach zu planen. Aber gerade das macht das Buch aus, dass man trotzdem mit offenen Augen viele Schätze entdecken kann. Das Buch ist empfohlen ab 8 Jahre, das Alter kann ich auch bestätigen, wobei es auch unserem 10-jährigen Sohn noch viel Freude bereitet hat, in dem Buch zu blättern.

Wenn das Wetter mal nicht mitspielt (obwohl es ja für jedes Wetter die passende Kleidung gibt), vertreiben wir uns die Zeit gerne in der Küche mit gemeinsamen Brotbacken.

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Große und kleine Schätze der Natur findet ihr bei einem der folgenden Anbieter.

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Bibliographische Angaben:

Große und kleine Schätze der Natur
Autor: Ben Hoare und Kaley McKean
Verlag: Dorling Kindersley Verlag
192 Seiten
Ersterscheinungsdatum: 22.03.2022
ISBN 978-3-8310-4400-9

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4 Monate zuvor

Hallo Bastian,

danke für den tollen Lesetipp. Der kommt auf die Geschenkliste, denn meine beiden Jüngsten sind ebenfalls leidenschaftliche Schätzefinder. Erst gestern bekam ich einen Stein mit einem roten Streifen gebracht bekommen.
Einen Meteoriten haben wir auch noch nicht gefunden. Stattdessen habe ich die Kinder in einem meiner Bücher einen finden lassen.

Herzliche Grüße

Steffi

4 Monate zuvor
Reply to  Bastian

Das ist spannend. Reichlich Raum für Spekulationen, warum er rot gestreift ist. Ja, Taschen voll mit Fundstücken kenne ich auch. Muscheln, Kastanien, vom Wasser geschliffene farbige Scherben, Steine, Kiefernzapfen … Irgendetwas gibt es immer zu finden.
Mit den Steinen kann man dann ja auch super zu Hause spielen, eine Baustelle für die Spielzeugautos zaubern und für Kuscheltiere mit Steinkeksen ein Kaffeekränzchen ausrichten. 🙂

4 Monate zuvor

Wir haben auch schon mal eine Biene gerettet, die am Ufer unseres Sees lag! Ganz erschöpft und nass! Zum Glück blieb die Abendsonne noch lang genug, um sie auf unserer Hand wieder trocken zu bekommen! Dann war sie auch weggeflogen! Wie Eure Hummel! Sie haben es bestimmt beide noch lange geschafft!

Das Buch gefällt mir richtig gut und ich will auch unbedingt einen Meteoriten finden!

Liebe Grüße
Jana

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